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Herzfeld Sennrüti, Degersheim

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Herzfeld Sennrüti - die Vision leben!

Autoarm
30 Wohnungen
15 Parkplätze

Portrait

Die Gemeinschaft Herzfeld Sennrüti in Degersheim im Kanton St. Gallen ist ein ökologisches Mehrgenerationenprojekt, das früher unter dem Namen Ökodorf Sennrüti bekannt war. In der Gemeinschaft leben rund 45 Erwachsene und 25 Kinder mit dem gemeinsamen Ziel, nachhaltig, gemeinschaftlich und zukunftsorientiert zu leben.
Das ehemalige Kurhaus Sennrüti wurde in ein Mehrgenerationenhaus mit verschiedenen Wohnungen und gemeinschaftlich genutzten Räumen umgebaut. Zum Projekt gehören unter anderem ein grosser Garten, Permakultur- Flächen, Werk- und Kulturräume sowie Orte für gemeinsame Aktivitäten. Der Alltag wird von Arbeitsgruppen und gemeinschaftlichen Aufgaben geprägt, beispielsweise in den Bereichen Garten, Küche, Gebäudeunterhalt und Zusammenleben.
Herzfeld Sennrüti verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Dazu gehören die Nutzung von Solarenergie, das Sammeln von Regenwasser, gemeinsames Carsharing und ein möglichst umweltbewusster Umgang mit Ressourcen. Ebenso wichtig sind die Integration verschiedener Generationen, kultureller Austausch, persönliche Entwicklung und Spiritualität im Alltag.
Die Gemeinschaft versteht sich nicht nur als Wohnort, sondern auch als gemeinsamer Lern- und Entwicklungsraum. Sie möchte zeigen, wie Men-schen in gegenseitiger Unterstützung, mit weniger Ressourcenverbrauch und einer starken Verbundenheit zur Natur zusammenleben können.

Eigentümer / Bauherr
Genossenschaft Ökodorf Sennrüti
Datum Erstbezug
2009
Typ
Autoarm
Bruttogeschossfläche (Wohnen, m2)
2'100
Arealfläche (ha)
1.2
Anzahl BewohnerInnen
ca. 75
Vorschriften für die Besetzung
Angestrebt wird: 1 Person in 2 Zi-Wohnung, zwei Personen in 3 Zi-Wohnung, drei Personen in 4 Zi-Wohnung, vier Personen in 5 Zi-Wohnung, etc.
Anzahl Wohneinheiten
30
Nach Wohnungsgrössen
  • 1-1.5 Zimmer 3
  • 2-2.5 Zimmer 11
  • 3-3.5 Zimmer 10
  • 4-4.5 Zimmer 3
  • > 5 Zimmer 3
Mietkosten (in CHF exkl. NK)
  • 3.5 Zimmer 820 - 1'050 plus Personenpauschale (140 / Erwachsener)
  • 4.5 Zimmer 950 - 1'250 plus Personenpauschale (140 / Erwachsener)
  • Pro m2 Je nach Lage und Ausbaustandard zwischen 11.50 bis 14.50 pro m2 / Monat
Miete/Eigentum (in %)
100% Miete
Anzahl der Parkplätze
15
Parkplätze* pro Wohneinheit *inkl. Bewohner, Besucher, Car-Sharing, exkl. Gewerbe
0.5
Veloabstellplätze
24 überdeckt + 34 indoor (mit Elektro-Anschluss) für E-Bikes mit Anhänger
Weitere Mobilitätsdienstleistungen (Velo- / Anhängerverleih, Mieterticket etc.)
1 Elektro-Dreirad für Personen mit eingeschränkter Mobilität; Auto-Anhänger für Transporte; 3 Ladestationen für E-Auto.
ÖV-Güteklasse nach ARE
Unklassiert
Distanz zur nächsten Bus-/Tram-Haltestelle Takt Hauptverkehrszeit (7–8 Uhr, Abfahrt in alle Richtungen)
700 Meter / 1 Buslinie mit nur zu Hauptverkehrszeiten 1 mal stündlich; 1 Buslinie mit Halbstundentakt
Distanz zum nächsten Bahnhof Takt Hauptverkehrszeit (7–8 Uhr, Abfahrt in alle Richtungen)
850 Meter: Bahnhof Degersheim - 2 Verbindungen / Stunde und Richtung
Versorgung (Distanz in Meter zu Läden des täglichen Bedarfs)
600 Meter: Coop, Naturo; 650 Meter: Migros; 750 Meter: Post, Drogerie, Apotheke
Veloverkehrsnetz (gut / mittel / schlecht)
Mittel
Car-Sharing innerhalb Arealgrenzen (Anzahl Autos)
7 (gemeinsam über App geteilte private Autos von Bewohnenden)
Rechtliche Sicherung

Gegenüber Baubewilligungsbehörden: Stillschweigende Akzeptanz der Gemeindebehörden zum Ausweis von weniger Parkplätzen. Möglichkeit, weitere Parkplätze nachträglich zu errichten.
Gegenüber MieterInnen: Keine. Entsprechende Auswahl der neuen Mitglieder.

Rechtliche Grundlagen im Standortkanton
Zertifikate
Heizwärmebedarf <50 kWh/m2 (entspricht Minergie für Altbauten).

Erfolgsfaktoren

  • 3-Generationen Gemeinschaft 0-87 Jahr (Altersdurchschnitt ca. 35 Jahre).
  • Ab 2027 Energieautark mit Sonnenenergie und Wärmepumpen (eigene Stromversorgung).
  • CO2-eq-Fussabdruck: 6‘000 t CO2eq statt 11‘000 (Schweizer Durchschnitt).
  • 77‘000 Liter Regenwasser-Speichertanks für Garten, Toiletten und Waschmaschinen.
  • Trinkwasserverbrauch ca. 50 Lt. pro Person und Tag (statt Schweizer Durchschnitt von 142 Lt.).
  • Unverpackt-Laden, Fitness Center, Kino, Tanzschule, Kunstateliers, Lehm-Sauna, Infrarot-Kabine, Jurten, Bauwagen, Gewächshaus, Gemüse- und Obstgarten, Hühnerhof, Umgebungsgarten mit hoher Biodiversität. Gästezimmer und kleiner Seminarbetrieb.

Stolpersteine

Auf der Webpage kommunizieren wir, dass wir uns Menschen wünschen, die bereit sind, auf ein eigenes Auto zu verzichten und stattdessen ÖV und unser Car-Sharing zu nutzen. Das gelingt nur zum Teil.

Erkenntnisse

Es braucht Zeit, bis Bewohner:innen bereit sind aufs eigene Auto zu verzichten.


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