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Marktstudien

Dass eine Nachfrage nach autofreiem und autoarmem Wohnen existiert, scheint angesichts der grossen Anteile autofreier Haushalte in den grossen Städten gegeben. Marktstudien stützen diese Vermutung, wie die Beispiele für den Raum Bern und vier Städte in Nordrhein-Westfalen zeigen.

Marktstudie für Nachhaltiges Wohnen im Raum Bern

Das Büro für Mobilität hat 2007 im Auftrag der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern sowie weiteren Trägern, darunter die VCS-Regionalgruppe Bern, eine Marktstudie zum nachhaltigen und autofreien Wohnen im Raum Bern verfasst. Die Kernfrage der Untersuchung lautete: Wie viele Haushalte im Raum Bern sind zu welchen Bedingungen an einer Wohnung in einer nachhaltigen Siedlung mit autofreien Haushalten ernsthaft interessiert, d.h. würden eine solche mieten oder kaufen, wenn dies möglich wäre?

Die Studie hat gezeigt, dass eine deutliches Interesse besteht: In der Stadt Bern sind 32% der Haushalte sehr interessiert, in den umliegenden Gemeinden 25%, das sind absolut je rund 20'000 Haushalte. Rund 17'000 Haushalte würden in eine autofreie oder stellplatzfreie Siedlung ziehen, rund 12'000 wären bereit, auf jeden Fall vertraglich auf den Besitz eines Autos zu verzichten.

Abschätzung des Marktpotenzials im Kanton Zürich

Zur Abschätzung des Marktpotenzials von autofreiem Wohnen hat das Statistische Amt des Kantons Zürich die statistischen Angaben zu den autofreien Haushalten im Kanton ausgewertet. Diese Analyse hat gezeigt, dass autofreies Wohnen für mindestens 140'000 Menschen eine Option sein könnte - konservativ geschätzt. Denn insgesamt rund 20 Prozent der Züricherinnen und Zürcher leben ohne Auto, in den grossen Städten deutlich mehr als auf dem Land.

Marktuntersuchungen in Nordrhein-Westfalen

Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS) hat 2001 eine Querauswertung der vorhandenen vier Marktuntersuchungen zum autofreien Wohnen in vier Städten in NRW vorgenommen und die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf die Grossstadt Dortmund untersucht.